Professor Nestor Graubart

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Test mit Sex-Spielzeug

Ein Sex-Spielzeug, also ein sogenanntes Sex-Toy, kann weit mehr sein, als nur die bekannten Vibratoren oder Gummipuppen. Heutzutage kann man via Internet jede Art von Spielsachen sowohl für die Frau wie auch für den Mann bestellen.

Doch gerade diese Möglichkeiten lassen das Ganze ziemlich unsicher werden. Oder woher soll die experimentierfreudige Frau wissen, ob der Vibrator die richtige Grösse hat? Und wie soll der Mann herausfinden, ob er einen Stimulationsring lieber mit Vibration hat oder ohne?

Wir konnten einige Tester und Tersterinnen dazu bewegen, je ein solches Toy zu testen und dann ganz kurz zu umschreiben, was sie erlebt haben.


We-Vibe 4 getestet von Julia

Von diesem Vibrator haben beide etwas! So wird das Ding wenigstens in den Shops angepriesen. Ich konnte mir so grob vorstellen, wie das Ding funktionniert.


Ich musste also meinen Freund überreden, den Test mitzumachen. Wir sind sehr experimentierfreudig und so mussten wir nicht lange überlegen, als wir das schöne und geheimnisvolle Teil zum Test erhielten.


Ich versuch's mal zu erklären: Die Frau führt sich den kleineren Teil ein. Es hat die genaue Grösse, damit der G-Punkt stimuliert wird. Der grössere Teil bleibt draussen und liegt genau über der Klitoris. So wird beim Sex bei der Frau wohl alles gleichzeitig stimuliert, was möglich ist. Und der Clou: Man kann es mit einer Fernbedienung zum vibrieren bringen.


Unsere Frage stellte sich schon vor dem Akt, ob denn der Mann da noch genug Platz hat, wenn schon etwas eingeführt ist. Die Antwort ist ganz klar: Ja. Es kommt dabei nicht nur auf die Anatomie der Frau an, das Gerät ist für alle Platzverhältnisse ausgelegt. Ich kann den We-Vibe 4 nur empfehlen. Am Anfang mussten wir noch ziemlich auf vieles achten und konnten uns erst langsam an dessen Anwesenheit gewöhnen. Aber wenn man sich mal daran gewöhnt hat und weiss, wer wann was machen muss, dann sind die Gefühle einmalig. Der Preis von fast Fr. 100.00 ist es allemal wert!


Liebeskugeln getestet von Marianne

Eigentlich sieht man den Kugeln ja an, wofür sie gedacht sind. Speziell daran ist aber, dass man diese (im Normalfall, ich komme noch dazu) nicht während dem Sex trägt. Die Kugeln sind untereinander verbunden und mit einer Schlaufe, die aus der Vagina rauskommt, gesichert. Es kann also nichts passieren.


Zu meinem Test gehörte, diese tagsüber zu tragen, solange ich wollte und es für nötig hielt. Ich nehms vorweg, ich behielt sie den ganzen Tag drin. Die Gefühle, die die Kugeln miteinander auslösen, sind extrem schön.


Innerhalb jeder Kugel ist noch eine zweite, etwas schwerere Metall-Kugel. Diese schwingen bei jeder Bewegung mit, und zwar völlig unhörbar für die Umwelt. Ich kannte solche Utensilien überhaupt nicht, aber ich kann nur sagen, dass ich es genossen habe und die Kugeln, die ich behalten durfte, nun öfters tagsüber trage. Es ist herrlich, sie an Meetings zu fühlen und zu wissen, dass keiner der Anwesenden eine Ahnung hat, was tief in mir drin vor sich geht.


Noch zum Normalfall ein Wort. Es ist üblich, die Kugeln während des Tages oder zum Vorspiel zu verwenden. Dafür sind sie gedacht. Während dem Sex sind sie meistens im Weg, dachte ich. Doch ich habe auf der Verpackung gelesen, dass geübte Paare die Kugeln auch während dem Akt eingeführt lassen können. Es gibt auch noch kleinere Kugeln, die für den analen Gebrauch gedacht sind.


Aber das ist erstens ein anderer Test und etwas, was ich noch selber testen will.


Penisring getestet von Kilian

Wenn man solche Spielsachen nicht kennt, kann man schon ein wenig das Fürchten bekommen. So ging es mir jedenfalls, als ich das Textobjekt sah. ​ Zum Testen musste ich natürlich meine Freundin Sonja mit einbeziehen. Sie kannte so ein Teil von einer früheren Beziehung, aber nur der Ring. Bei diesem Testobjekt hat es noch einen kleinen Vibrator eingebaut und eine Klitoris-Simulation.​


Das Überstreifen ist relativ einfach. Es empfiehlt sich, bereits in "Bereitschaft" zu sein, dann kann er genau an den gewünschten Platz, also ganz hinten, platziert werden. Der Vibrator ist nur sehr klein, verfehlt aber seine Wirkung nicht. Jede Bewegung wird noch intensiver unterstützt und sogar die Pausen machen noch Spass. Der Klitoris-Simulator massiert mit seinen Noppen extrem, aber dazu muss man halt wirklich kurze Pausen machen oder kreisende Bewegungen, ansonsten besteht die Wirkung nur aus dem kurzen Druck beim Auftreffen.


Mein Fazit: Eingeübte Paare brauchen so was nicht. Aber wenn man Freude an Toys hat, kann es durchaus Spass machen.


Analperlen getestet von Melanie

So, so. Analkugeln sollte ich testen. Leute, mit meinen 25 Jahren hat man schon so einiges probiert. Insofern kannte ich dieses Toy bereits. Aber ich wollte nicht die Spielverderberin sein und habe diese Dinger getestet.


Ich gebe es zu, diese Schlange von Kugeln ist schon etwas länger als ich es kannte. Das geht doch gar nicht, war mein erster Gedanke. Bisher kannte ich eine Kette von drei oder vier Kugeln. Aber dann wurde mir klar, dass es ja nicht darum ging, alle Kugeln verschwinden zu lassen, sondern die Wirkung zu testen. Ich denke, dass es schon darauf ankommt, ob jemand auf Anal steht oder nicht. Wenn ja, dann ist dieses Toy sicher eine Bereicherung, sei es nun zum Vorspiel, zum Ausleben der Fantasien oder zum mithelfen während des Sex'. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man extrem auf die Hygiene achtet. Näher möchte ich hier nicht auf dieses Thema eingehen. Ihr wisst schon, was ich meine.


Dass auch Männer dieses Toy benützen können, finde ich cool. Es sollen nicht nur die Frauen von solchen Errungenschaften profitieren können, oder? Ich habe die Kette ganz allein im stillen Kämmerlein für mich ausprobiert. Ob ich sie ganz einführen konnte, bleibt mein Geheimnis. Auf jeden Fall ist das Gefühl der Kugeln, wenn man sie schnell wieder herauszieht, unbeschreiblich. Sehr zu empfehlen.


Brustwarzen-Klemmen getestet von Josie

Brustwarzen-Klemmen sind vor allem für Leute, die auf SM, also Sado-Maso-Spielchen stehen. Da gehöre ich eigentlich nicht unbedingt dazu. Ich habe zwar schon ein wenig Erfahrungen gesammelt, weil ich mal eine Freundin hatte, die sehr auf SM stand und mich mal mit in ein Studio genommen hat. Erstens war ich damals mehr Zuseherin und zweitens gab es dort offenbar keine Nippel-Klemmen. Mit anderen Worten, das hier ist Neuland für mich. Aber das ist für den Test ja passend und neutral.


Die Klemmen fühlen sich relativ massiv und schwer an. Es handelt sich um hochwertigs Material, welches vermutlich grösseren Belastungen standhalten soll (:-). Ich musste meine Brustwarzen erst etwas grösser machen, was so auf Befehl gar nicht so einfach für mich ist. Aber ich kenne meinen Körper und habe das gut hinbekommen.


Die Klemmen sehen schon etwas furchterregend aus, aber davon liess ich mich nun nicht mehr abschrecken. Ich löste also die Schrauben ganz und habe sie angesetzt. Wenn man äusserst vorsichtig anzieht, kann man genau steuern, bis wann die Gefühle noch stimulierend sind und ab wann es eher Schmerzen sind. So Brustwarzen sind ganz schön empfindliche Körperteile.


Auch die zweite Klemme konnte ich gut befestigen. Ich testete wirklich aus, wie weit ich gehen kann und habe abwechselnd mehr und mehr zugedreht. Zuerst fand ich es unangenehm, aber mit der Zeit stellte ich fest, dass dieser Druck durchaus anregend sein kann. Einfach so tragen kann man die Dinger nicht, sind erfüllen ihren Zweck aber beim Vorspiel, beim Entdecken oder bei SM-Spielen durchaus.


Venus-Butterfly getestet von Isabella

Ein Butterfly ist ein Schmetterling. Das ist schon mal klar und wenn man das Toy ansieht, ist es noch klarer. Wie so ein Wonnespender funktionnieren soll, darauf kam ich relativ schnell. Ich habe viele Dildos und brauche sie recht oft, denn ich lebe momentan alleine und verwöhne mich gerne selber.


Der Butterfly war neu für mich. Neugierig musste ich deshalb die Gebrauchsanweisung lesen. Viel falsch machen kann man nicht. Man schnallt sich das Teil um, schaltet es ein und wartet, bis man einen Orgasmus bekommt.


Das tönt jetzt ziemlich lustlos und fade. Aber so war es natürlich nicht. Der obereTeil des Butterflys stimuliert herrlich die Klitoris, der Köerper selber massiert die Vagina extrem angenehm und wirkungsvoll. Die Flügel dienen als Halter für die Gummibänder, mit welchen man einstellen kann, wie satt das Tierchen angebunden werden soll. Je fester man es anzieht, desto intensiver die Gefühle. Ich gebe den Butterfly jedenfalls nicht mehr her. Er eränzt meine Vibratoren-Sammlung einmalig.


Gummipuppe getestet von Sami und Belinda

Es gibt sie noch, die gute altbewährte Gummipuppe. Mehr noch. Sie wird auch noch sehr viel verkauft. Doch die billige Puppe mit geöffnetem Mund, angeklepten Brüsten und einer offenen Vagina sind eigentlich out. Heute gibt es Puppen, die sehr lebensecht aussehen. Man kann sie nach eigenen Wünschen bestellen, also Haarfarbe, Grösse der Brüste und so weiter wählen.


Ich und mein Freund bekamen eine sehr exklusive, hochwertige Puppe. Eigentlich müsste diese doch einzig von Sami getestet werden. Für Frauen gibt es männliche, wenn schon. Doch zu zweit macht bekanntlich alles mehr Spass. ​Wir hiessen also Tina, wie wir die Puppe nannten, bei uns im Schlafzimmer willkommen und freuten uns auf einen Abend zu dritt. Sie hatte blonde Haare, sehr schöne und volle Brüste, eine Vagina und ein Po, die natürlich dazu einluden, wozu sie vorhanden waren.


Nachdem wir uns ein wenig ungeschickt angestellt hatten, hielt ich Tina von hinten fest und Sami waltete seines Amtes. Er meinte, es sei ein spezielles Vergnügen. Die Vagina wird nur glitschig, wenn man mit Gleitmittel nachhilft. Und ein Mensch, der einfach so daliegt und nichts macht oder sagt, das ist halt schon nicht das Selbe. Ich fühle mich geehrt.


Sami hat den Test zu Ende geführt und dann ein Fazit gemacht: Tina hilft allen Männern, die keine Freundin haben, egal aus welchem Grund. Für diese ist sie erschaffen worden und ist sicher eine schöne Möglichkeit, seinen Gefühlen freien lauf zu lassen. Man kann auch noch weiter gehen und sagen, Tina ist immer willig, immer bereit und hat nie Kopfschmerzen.

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