Professor Nestor Graubart

Hochschulstr. 35

3000 Bern 18

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Miss wet T-Shirt

Gestern hat es mich erwischt. Eiskalt. Am Morgen sah es noch nicht nach Regen aus, deshalb ging ich nur mit meinem Wolljäckchen und selbstverständlich ohne Schirm aus dem Haus. Während des Tages hat das Wetter aber dann eine Kehrtwende gemacht. Ich ahnte das Schlimmste, als am Nachmittag die Wolken zuerst grau, dann schwarz wurden. Genau als ich Feierabend hatte begann es zu giessen wie aus Kübeln. Der kurze Weg vom Büro zum Bahnhof überstand ich noch so einigermassen, aber vom Bahnhof meines Wohnortes zur Wohnung.

Zuerst wartete ich ein paar Minuten und blickte immer wieder hoffnungsvoll gegen den Himmel. Aber da tat sich gar nichts und so beschloss ich, die 10 Minuten Fussmarsch zu starten, trotz des Wolkenbruchs. Mehr als nass konnte ich ja nicht werden.

Ich zog also mein teures Jäckchen aus, damit dieses nicht einen Schaden nehmen konnte und marschierte los. Nach etwa 10 Metern fühlte ich die Nässe in den Schuhen. Nach weiteren 10 Metern war mein T-Shirt so nass, dass es schon durchsichtig war und meine Jeans erwies sich auch nicht als wasserfest.

Als ich durchs Dorf eilte fühlte ich mich von allen Leuten angestarrt. Vermutlich nicht nur, weil ich so schutzlos durch den Regen eilte, sondern weil mein T-Shirt so gut wie nichts mehr verdeckte. Ich trug keinen BH und der dünne Stoff klebte so auf meinen Brüsten, dass man nicht nur die Form erkennen konnte, sondern auch Details wie die Brustwarzen, die sich natürlich deutlich erkennbar machten.

Wenn ich nicht so schnell gegangen wäre, ich hätte mich wie eine Kandidatin für einen Miss Wet T-Shirt Kontest gefühlt. Mit meinem völlig durchnässten Gesamtbild hätte ich vermutlich sogar gewonnen.

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